Kann man Tumore essen?

Ein Tumor (Plural Tumoren, umgangssprachlich auch Tumore; von lateinisch tumor, -oris, m. ‚Wucherung‘, ‚Geschwulst‘, ‚Schwellung‘) oder eine Geschwulst im weiteren Sinn ist jede Zunahme (Schwellung) des Volumens eines umschriebenen Gewebes von höheren Lebewesen unabhängig von der Ursache. Mit Tumorerkrankung werden Krebserkrankungen bezeichnet.

Kann man Tumore essen?

Tumore sind im prinzip Gewebe nur das es eben im wachstum nicht kontrolliert wird. Kann man jetzt z.B. dem Tumor eines Schweines oder einer Kuh oder sogar eines Menschen essen ohne gefahr zu laufen selber zu erkranken?

Nein.

Gekocht: Bei über 40 °C denaturieren die Proteine. Zellen tot.

Roh: Wahrscheinlich sind ein paar wenige Zellen durch das Herumliegen abgestorben, aber wenn der Tumor einigermaßen frisch ist, tut’s noch. Sie frösteln wahrscheinlich ein wenig und sind in Hungerstress. Macht aber nichts. Im Mund wird der gesunde Esser durch ausgiebiges Kauen noch ein paar Zellen knacken. Und die Enzyme des Speichels schaffen vielleicht auch etwas weg. Viele Tumorzellen könnten aber noch leben. Dann geht’s durch die Speiseröhre ab ins Säurebad. Da denaturieren die Proteine. Säugerzellen mögen das gar nicht. Zellen tot.

Sollte es doch ein paar Überlebenskünstler geben: die Darmbakterien machen Hackfleisch aus Ihnen. Dazu sind sie da: Um Zellen zu zersetzen und die Nährstoffe freizugeben.

Also nein: Man kann sich nicht durch Essen mit Krebs ‘infizieren’. Der Tumor ist aufgrund des hohen Stoffwechsels der Krebszellen wahrscheinlich sehr nahrhaft. Im Gegensatz zu primären Zellen sind die Molekülkonzentrationen in Krebszellen viel höher. Dennoch klingt es nicht wirklich appetitlich.