Gibt es noch dem brauch der Japanischen Yakuza sich die Fingerkuppen abzuschneiden?

Bild: Von Jorge from Tokyo, Japan – Nothing to hide, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11436519


Darüber ob der brauch so noch heute umgesetzt wird ist leider nicht viel bekannt. Jemand der es in der Öffentlichkeit zugibt das er das Yubitsume Ritual ausgeführt hat, würde ihn direkt als Kriminellen kennzeichnen.

Was sind die Yakuza?

Die Yakuza oder auch Gokudō (極道, dt. wörtlich „extremer Weg“, sinngemäß „das Dō der Extreme“) ist ein oberbegriff für Kriminelle Japanische Organisationen. Vergleichbar mit einer japanischen Mafia.

Was ist das Yubitsume Ritual?

Begeht ein Angehöriger der Yakuza einen Fehler, der zu einem Gesichtsverlust führt, so kann er diesen tilgen, indem er sich ein Fingerglied mit einem Tantō und einem Hammer oder einem speziellen Schwert abtrennt. In der Regel wird mit der linken Hand und mit dem ersten Glied des kleinen Fingers begonnen. Dieses Ritual stammt noch aus der Zeit der Samirai. Mit jeder abgeschnittener Fingerkuppe lag das Schwert schlechter in der Hand. Mit dem Verlust der Letzten Fingerkuppe war das führen eines Schwertes nicht mehr möglich. Altgedienten Yakuza fehlen oft einige Fingerkuppen, die sie mit Fingerprothesen ersetzen, um in der Öffentlichkeit nicht sofort als Kriminelle erkannt zu werden.

Wird das Ritual heute noch ausgeführt?

Dazu gibt es keine Offizielle Zahlen. Natürlich besteht die möglichkeit das es noch einige “Traditionelle” Kriminelle Vereinigungen gibt die dieses Ritual ausführen. Obwohl man heutzutage eher seltener das Schwert benutzt und das Schießen mit einer Pistole auch ohne Fingerkuppen möglich wäre. Es wäre wirklich zu einem Ritual mit Rituellem Wert geworden.